Merkel labert – Steinbrück sympathischer

Keine Sieger im Duell.  Quelle: T-Online.de

War das Rededuell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kandidat Peer Steinbrück nun wirklich das erwartete, heiße Duell? Wer hat gewonnen? Wird das Duell die Wahlen in gut drei Wochen verändern?
Es sind viele Fragen, die die Journalistenschar in Berlin am Sonntagabend in den Raum werfen. Antworten sollen  ihnen Politiker von SPD und CDU geben, welche natürlich die Chance nutzen und ihre Kandidaten zum Sieger ausrufen. Es ist der Versuch, gedruckte Meinungen zu beeinflussen, damit Morgen all die über das TV-Duell lesen können, die es nicht gesehen haben. Was ihnen entgangen ist? Eine defensive Bundeskanzlerin und ein sympathischer, aber zu blauäugiger Kanzlerkandidat.


Angela Merkel wirkte an diesem Abend dabei meist fahrig, genervt und stellenweise gar aggressiv. Der Kanzlerin war anzusehen, dass sie sich im direkten Duell mit ihrem Gegenspieler Peer Steinbrück nicht wohlfühlte. Immer wieder fiel sie auf langatmige, auswendig gelernte Antworten zurück. Dass sie meist an den Fragen vorbei redete, schien der Bundeskanzlerin dabei herzlich egal zu sein. Offensive Vorstöße des SPD-Spitzenkandidatens konterte sie mit bösen Blicken, herablassendem Mundwinkelzucken und einigen bösartigen Spitzen. Kritische Nachfragen der Moderatoren Stefan Raab und Anne Will ignorierte sie dabei meist. Eher ließ sich Merkel davon nicht einmal aufhalten. Vielmehr erhob sie ihre Stimme einfach lauter und redete ununterbrochen weiter. Dass ihre Redezeit dabei die ihres Gegenkandidaten um weiten überragte, war das klare Resultat. Besonders deutlich wurde es, als die Frage nach Abgeordnetengehälter aufkam. „Ich will das mit einer einfachen Antwort würdigen, damit ich später noch mehr Redezeit habe“, sagte Merkel mit einem süffisanten Lächeln zu Peer Steinbrück. Der hatte die Antwort zuvor sofort von sich weggeschoben. Die „kurze Antwort“ der Kanzlerin dauerte anschließend noch fast drei Minuten.

Zwischen Arbeit, Soziales und Datenschutz

Thematisch äußerten sich die Kandidaten während des Duells über die komplette Bandbreite des Wahlkampfes. Mindestlohn, Sozialsysteme und Datenschutz waren wichtige Themen. Zu konkreten Aussagen zu kommen war jedoch vor allem das Problem von Kanzlerin Merkel. Ihr Gegenspieler Steinbrück nutzte diese Passivität gekonnt, sprach von „Geisterbahnen“, welche Menschen Angst machen sollen. Er kritisierte einen fehlenden Mindestlohn, welcher vielen Menschen helfen könnte. Der „Flickenteppich“ (Steinbrück), der Tarifparteien in Deutschland sei ein großer Fehler und gegen die Menschen.
Diese Aussage konterte Kanzlerin Merkel mit einer langatmigen Antwort welche am Ende klang wie „Wir können es nicht besser.“ Bittere Momente für Machtpolitikerin Merkel.

Wie ein Dobermann an Steinbrücks Kehle

Doch die Kanzlerin ist hart im nehmen. Ihren Ruf als überlegende, kühle Politikerin zeigte sich, als Peer Steinbrück einen großen Fehler begann. Es ging um das Thema Pensionen. Also den besseren Renten für Amtsträger und Beamte. Diese bezeichnete Kandidat Steinbrück als „zu hoch“ und „reif für eine Überarbeitung“.
Das war die Stunde der Angela Merkel. Ihre Augen funkelten, der Blick ging zu ihrem Gegenspieler. Die Hände ausgefaltet auf ihn deutend lächelt sie. „Nun sollen alle Polizisten, Feuerwehrleute und andere hart arbeitende, zukünftige Pensionäre aufpassen.“ Gemeint ist damit: „Hey, schaut her. Der will euer Geld.“ – Volltreffer.


Raab der Triumphator

Doch das war eigentlich der einzige Fehler von Peer Steinbrück. Mehr hätte er wohl auch nicht überstanden. Dass es zu nichts Schlimmeren kam, war auch Moderator Stefan Raab zu verdanken. Er war ein Gegenpol, kritischer Fragensteller, Gesprächsleiter und eine willkommene Abwechslung. Der, der hier vorher spöttisch „ProSieben-Dödel“ genannt wurde, triumphierte über seine drei Kollegen. Nur eine überraschend bissige, scharfzüngige und überlegte Anne Will schaffte es, mit ihm mitzuhalten. Die hier zuvor gelobte Maybrit Illner und Peter Kloeppel waren nur Beiwerk und hätten eigentlich auch Backstage bleiben können. Klar durchgefallen!
Steinbrück und Raab lieferten sich während dem Schweigen der stillen „Journalisten“ jedoch spannende Wortgefechte. Teilweise verbündeten sich beide sogar, um Antworten aus Angela Merkel herauszuholen. Und es gelang.
„Mit mir wird es keine PKW-Maut geben“, ruft die Kanzlerin so trotzig in das Studio. Raab lacht. „Na endlich! Das wäre auch schneller gegangen!“ Und er hat recht. Die Kanzlerin hatte zuvor über das Thema fast zehn Minuten gesprochen. Ohne eine klare Antwort. Es sind diese Momente, die Kanzlerin Merkel als Verliererin brandmarken. Fast beschämt schaut die Machtpolitikerin zu Boden. War das etwa so nicht angesprochen gewesen?

Ehrlichkeit? Ist das wirklich gut?

Das Geld ist weg. Das sagt Peer Steinbrück an diesem Abend durch die Blume. Es geht um Griechenland. Rettungsschirme, Bankenrettungen. Merkel spricht und spricht. Ihre Redezeit ist inzwischen so lang, dass Moderatoren sie immer wieder ausbremsen müssen. Die Antworten ihres Gegenspielers sind knapp, aggressiv und oft auf angriff gepolt.
Dabei ist Steinbrück, das, was der Hamburger immer versucht zu vermitteln: ehrlich. Oder zumindest wirkt es so. Oft hört man: „Das weiß ich jetzt nicht“ oder „dazu werde ich jetzt nichts sagen“. Das bringt ihn oft in Probleme. Thematisch zeigte er vor allem Schwächen, als er sich beim Thema Renten verrannte und von der Kanzlerin dafür ohne Gnade entbeint wurde.


Rock it Peer!

Er wollte das Duell „Rocken“. Das sagte Steinbrück vor dem TV-Duell. Zwar gelang das nicht total, jedoch schon ganz gut. Vom laufenden Fettnäpfchen war nichts zu sehen. War es jedoch der große Wurf? Wohl nicht.
Der Herausforderer war präziser, schärfer und vor allem auf dem Punkt. Dadurch, dass Kanzlerin Merkel sogar dies nicht gelang, wirkte Steinbrück meist angenehmer für den Zuhörer. Er dominierte die als Königin auftretende Kanzlerin der „alles ist gut“-Partei über weite Strecken. Dennoch gelang ihm zu keinem Zeitpunkt die angekündigte Rock-Party. Es war eher ein nettes Pop-Konzert.



Sieger? Neeeee!

Am Ende ist es das, erwartete, seichte Unentschieden. Weder Steinbrück und Merkel konnten im TV-Duell einen Sieg verbuchen. Zwar sprach vieles für den Kandidaten der SPD, doch dieser konnte die Kanzlerin nie selten spürbar in die Schranken weisen. Und wenn es gelang, half ihm Entertainer Stefan Raab dabei.
Unentschlossene Wähler werden wohl kaum Nährwert aus dem TV-Duell ziehen können. Merkel vertrat klassische CDU Punkte, Steinbrück Themen der SPD. Der Abend hatte seine Höhepunkte, bot jedoch am Ende nur Standardkost. Die Wahl wird er nicht entscheiden. Diese Aufgabe wird am Ende bei der FDP und den Grünen liegen. Und natürlich vor allem beim Wähler. 
by Wolfgang

Ein wertloses Duell




Heute Abend um 20.30 Uhr bimmelt die große Glocke für den wohl ersten und letzten großen Kampf zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück. Die Arena ist in diesem als „Schlagabtausch“ angepriesenen Rededuell das heimische Wohnzimmer. Beide Konkurrenten um die Kanzlerschaft in der Bundesrepublik treten im TV-Duell gegeneinander an und versuchen sich mit schlauen Antworten auszustechen. Die passenden Fragen, oder auch Vorlagen, kommen von vier Moderatoren, von denen sich drei ganz öffentlich als Journalisten bezeichnen. In Wirklichkeit sind sie jedoch genau das, was der Vierte im Bunde schon immer als Beruf angibt: Moderatoren. Ihr Job ist es, zu unterhalten. Kritische Fragen dürften nur die Wenigsten stellen. Ein Blick auf die Personen, die die Vorlagen geben.

Peter Kloeppel

Kloeppel ist das selbstverliebte Nachrichten-Gesicht vom Schmuddelsender RTL. Er steht für eine aufgesetzte Seriosität, mit der der Sender zumindest oberflächlich seinen Anspruch auf den Bildungsauftrag erhalten möchte. Kloeppel ist beim TV-Duell ein alter Hase und war bisher immer dabei. Als kritische Stimme fiel er dabei jedoch nie auf. Vielmehr wirkt er chronisch überfordert. Da hilft ihm auch kein Grimmepreis. Vielmehr ist die Auszeichnung ein Brandmal für einen Menschen, der viel zu sehr im Boulevard-Sumpf steckt, um wirklich einen Unterschied zu machen. Peter Kloeppel ist nur so gut, wie die Fragen, die ihm seine Redaktion auf die kleinen Merkkärtchen schreibt. Und diese haben Merkel wie Steinbrück dieses Mal ja eh vorab bekommen.

Maybrit Illner

Eigentlich möchte man der Illner Vieles vorhalten. Vor allem ihre langweilige Talkshow, die sich stets im untereren Mittelfeld der Qualitätsskala bewegt. Doch die toughe Frau, die ihre Ursprünge im DDR-Fernsehen hat, darf man nicht unterschätzen. Eigentlich ist sie sogar die schärfste Waffe in der Runde und die wohl einzige Person in der farblosen Runde, die das Prädikat „Journalist“ verdient hat. Sie ist nicht gefällig und überzeugt unter anderem auch durch ihre Vielseitigkeit. Selbst die Süddeutsche Zeitung lobte Maybrit Illner für ihre Potenzial, „Zündstoff“ in das bereits als sinnlos abgehakte Duell zu bringen.
Neben Stefan Raab dürfte sie, sofern die straffen Leinen des hauptsächlich als Werbung dienenden Duells nicht zu kurz sind, wirklich Spannung in die Debatten bringen. Es bleibt zu hoffen, dass Illner sich trauen wird, von vorgefertigten Fragen abzukehren. Wenn nicht, ist sie nicht besser als ihre Kollegen.

Anne Will

Mit Anne Will steuert die Debatte dagegen in Richtung Spießbürgertum ab. Die Moderatorin ist erfahren, hat viele Talkshows, die vor allem mit Markus Lanz konkurrieren müssen. Dass Will sogar gegen den Gottschalk-Ersatz oft alt aussieht, spricht für ihre Art, sogar spannende Themen zu Schlaftabletten zu machen. Für die Zuschauer kann man nur hoffen, dass sie nur selten in Erscheinung tritt. Will ist eine Vertreterin des alten Fernsehens, welches immer mehr ausstirbt. Dabei ist sie hauptsächlich, damit Rentner sich nicht auf ein neues Gesicht einstellen müssen. Journalistisch ist Anne Will jedoch bisher nicht wirklich in Erscheinung getreten. Vielmehr ließ sie sich in der Vergangenheit sowohl von Peer Steinbrück und vor allem Angela Merkel ziemlich abspeisen. Nicht selten stand Will als die Verliererin dar, obwohl sie sich eigentlich als zweite Maybrit Illner inszenieren wollte. Dass sie am Ende mit dem TV-Duell beauftragt wurde, ist für die biedere Fernsehmoderatorin jedoch ein Erfolg. Vielleicht erweist sie sich jedoch ihrem 2007 erhaltenen Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis (für Fernsehjournalisten) für würdig. Es wäre eine positive Überraschung.

Stefan Raab


Es wirkt komisch, Stefan Raab und seriösen Journalismus in einem Satz zu nennen. Und das ist es auch. Mister ProSieben hat den Ruf, aus Kot noch Gold zu machen. Er belebte den Songcontest, brachte ein unmusikalisches, aber süßes Mädchen sogar auf Europas Musikthron. Mit „TV Total“ ist er erfolgreich und bedient erfolgreich den Bereich des Humors unter der Schublade. Raab ist der Spezialist für große Auftritte und flache Witze. Der ehemalige Fleischer ist die Goldgrube des privaten Fernsehens. Ihm folgen vor allem die jüngeren Generationen, die von komplexeren Formaten überfordert sind. Verarsche, Bloßstellung und flächendeckende Idiotie sind die Meisterschaften des Kölners. Man muss ihn nicht mögen.
Dennoch ist Raab jedoch auch eine Hoffnung für die Politik. So mancher möge nun traurig mit dem Kopf schütteln, doch der Quotendödel könnte die angestaubte Politik für die Jugend neu beleben. Dass er selbst keinerlei Erfahrung hat, spielt keine große Rolle. Vielmehr hat der Wok-Rodler mehr Potenzial, als ein Peter Kloeppel oder eine Anne Will. Das liegt schon daran, dass ihm die Arroganz fehlt, welche seinen Mitspielern fast schon angeboren wirkt. Raab kündigte dazu an, gerne vom Plan abzuweichen. Wenn ihm das gelingt, könnte er für mehr Brände sorgen, als selbst Maybrit Illner verursachen würde. Der Mann von ProSieben kann nur gewinnen. Niemand erwartet von ihm mehr, als die Luft im Studio zu verbrauchen. 

Die Wahl zwischen Pest und Cholera



Wird sie weitere vier Jahre herrschen?

Ja, wir haben es nicht leicht. Täglich plärren uns derzeit Politiker ihre gleichklingenden Meinungen über Zeitungen, Radio, Fernsehen und sogar über das Internet entgegen. Sie beschreien sinkende Steuern, Freiheit und Demokratie. Bringen werden sie davon wie gewohnt nichts.
Argwöhnisch dürften sich sogar die jüngeren Wähler an den Wahlkampf der vergangenen Jahre erinnern. Die Themen sind dieselben, wie wir sie heute erneut erleben: weniger Überwachung, Mehr Netto vom Brutto und dazu wie immer Arbeit und Reichtum.
Die Parteien, die sich hier zur Schau stellen wie manche Damen in Hamburg, sind die alten Verdächtigen, die inzwischen jedoch um ein paar neue Spieler erweitert wurden. So spielen nun neben CDU/CSU, FDP, SPD, Grünen und den Linken auch die Piraten, die AFD und "Die Partei" eine Rolle.
Naja, man könnte sie zumindest wählen. Wenn man will. Unköstlich ist es dennoch.


Denn: Jede Stimme, die für Piraten, AFD oder eben die Titanic-Partei „Die Partei“ gegeben wird, ist in Wirklichkeit eine Stimme für Angela Merkel und ihre Rentnerpartei.

Krankes System 

Warum das so ist, wird schnell erklärt. So gelten nur die Stimmen für jene Parteien, die auch die Hürde von fünf Prozent überwinden können. Ein Votum für eine daran gescheiterte Partei wird anschließend Prozentual zu den gültigen Stimmen auf die Parteien verteilt. Dumm gesagt würde also die CDU/CSU mit angenommenen 38 Prozent nun eben jene 38 Prozent der Piratenstimme erhalten. Der Systemkritische Informatiker hätte als de facto für Angela Merkel gestimmt. Zumindest ganz einfach gesagt.
Die Mathematik hinter Wahlen ist jedoch verständlicherweise komplizierter als die Berechnung eines Kleinwagenkredites bei Porsche. Es muss schon so sein. Wäre das System nämlich zu leicht zu durchschauen - es wäre ein gewaltiges Problem für Berufspolitiker.
Warum? Nun, darauf gibt es eine einfach Antwort: Geld.
Das sieht man vor allem in der CDU/CSU, wenn man sich die Listenplätze der Partei ansieht. Junge Leute sucht man vergebens. Es ist die Generation Senior, die die Futtertöpfe belegt. Eben jene, die wissen, wie man über Wasser bleibt und davon gut lebt. Es ist ein System der Erhaltung von Weidegründen ... nicht um einen wirklichen Wandel zu bringen.
Dem normalen Bürger bleibt nur das Defekatat eines Systems, gegen das man nicht gewinnen kann.

Einfach nicht hingehen?

Also was machen wir? Nicht wählen gehen? Ist das schlau? Klare Antwort: Nein!
Es ist einfach erklärt. Wer nicht wählen geht, wählt nämlich auch. Nicht an die Urnen zu treten bedeutet nur, anderen zu überlassen, wie auch das eigene Leben im schlimmsten Fall beeinflusst wird. Das deutsche Wahlsystem basiert nämlich nicht auf Beteiligung. Es würden theoretisch auch 100 Leute reichen, um einen Bundestag zu wählen. Dieser hätte anschließend sogar mehr als 600 Sitze. Wahnsinn, oder?
Jetzt stellt sich also die Frage: was tun?
Darauf gibt es viele Antworten. Die Einfachste ist, einfach zu wählen. Und zwar die Parteien und Personen, denen man wirklich zutraut, etwas Gutes zu bewegen. Dabei sollte man sich von keiner Berichterstattung aufhalten lassen und unter Umständen auch mal einen Wahl-O-Mat bedienen.

Wenn man jedoch sichergehen will, dass eine Partei oder Person nicht mehr an der Macht sein wird, bleibt nur eine Wahl: Den großen Gegner erwählen. Als Beispiel: Sollte man Angela Merkel aus welchen Gründen auch immer nicht mögen, so bleibt nur die SPD. Oder im erweiterten Umfeld eine Partei wie die Grünen oder die Linkspartei. Diese Gruppierungen werden mit Sicherheit auch wieder im Bundestag sitzen und haben eine diebische Freude daran, Mutti zu sabotieren. Sofern am Schluss keine große Koalition entsteht, die uns weitere vier Jahre Stillstand bringt.

Das bringt uns zu unserem größten Problem. Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eben wieder der Konstellation Schwarz-Rot begegnen. Das resultiert schon aus den unfassbar schlechten Ergebnissen der FDP, die als CDU-Steigbügelhalter auf einmal um das eigene Leben kämpfen müssen und inzwischen nicht einmal Zweitstimmen von Mutti bekommen. Dies machte die Neuland-Kanzlerin Merkel in diversen Werbespots bereits klar. Schön gerarscht die Gelben.
Eine Überraschung könnten die Grünen erringen, wenn sich die Umfrageergebnisse halten. Sie könnten die Kanzlermacher werden. Auch wenn Jürgen Trittin wohl auch gerne selbst auf den Thron klettern würde. 
Trittin. Steineschmeißer und Kanzlermacher?
Ob der ehemalige Öko-Terrorist und Steineschmeißer mit diesem Plan jedoch erfolg haben wird, dürfte zumindest fraglich sein. Dafür ist er zu sehr verstrickt in die Streitereien seiner eigenen Partei, die erst kürzlich Claudia Roth mit einem "Candystorm" versuchte zu steinigen. Diese Geste verstand die Augsburgerin jedoch fatalerweise falsch und hängt nun noch immer im grünen Politikdunst. 


Personenwahl wie in den USA

Wir haben also einen Punkt erreicht, wie wir ihn aus den Vereinigten Staaten kennen. Zwei Kandidaten, der Sieger bekommt alles, der Verlierer Spott und Hohn. Präsident Barrack Hussein Obama bekam als der Erfinder des Mordens mit Drohnen sogar einen Friedensnobelpreis - weil er gewann.
Und weil er schwarz ist.
Und Mutti bekommt fürs Nichts tun keinen. Rassisten ...
Ob jetzt ein Deutscher Kanzler in nächster Zeit jedoch ebenfalls mit Drohnen töten wird, ist wohl fast ausgeschlossen. Dafür müsste man die Dinger eben erst einmal in die Luft bekommen. Stichwort Euro Hawk.
Daher dürften Kanzlerin Angela Merkel und Kandidat Peer Steinbrück ganz froh über die Fehler der, gefühlt, letzten 100 Verteidigungsminister. Ein Amt für Versager, wie man meinen könnte.
Dem Wähler dürfte es jedoch wirklich herzlich egal sein, wer Millionen und Milliarden für Wehrtechnik einsetzt, um ein paar afghanische Bauern zu zerbomben. Ihnen geht es darum, dass es billiger, einfacher und entspannter wird. Egal was ist. Der Mensch ist eben so. Und ist bisher ja auch ganz gut damit gefahren. Nach mir die Sinnflut.

Wer darf es sein? Merkel ...
oder Peer Steinbrück?

Also welches Schweinderl darf es sein? Merkel oder Steinbrück? 

Menschlich dürfte für viele diese Frage wohl schon entschieden sein. Der schroffe Peer wirkt einfach zu steif, zu wenig am Menschen. Ist Millionär und verdiente mit Vortragsreisen ganz gut dazu. So bekam er unter anderem 25 000 Euro für ein bisschen Quasseln. Dafür müssen viele Deutsche 12 Monate in die Arbeit laufen. Und auch sonst war der SPD-Mann bisher eher der Verlierer des Wahlkampfes. Fachlich gut und nüchtern, aber irgendwie auch der biedere Nachbar von nebenan, den jeder hasst.

Auf der anderen Seite steht die Frau, die den Wahlkampf der Union darstellt. Auf Themen wurde verzichtet. Stattdessen tapezierte man die Republik mit dem Gesicht von Angela Merkel zu. Welches Genie wohl auf diese Idee gekommen ist?
Nun, auf jeden Fall funktioniert der Kniff: Die Leute finden Mutti inzwischen toll! Sie ist die stahlharte Kriegerin für Deutschland in Europa. Tritt den Griechen in den Arsch und spuckt England in die Suppe ... also kann sie gar nicht scheisse sein, oder? Nun ...
Gleichzeitig ist Angela Merkel auch verantwortlich für viele der Krisen, schürt sie stellenweise sogar noch weiter an. Deutschland stellt sich als Gewinner dar. Dabei verschweigt auch Merkel, dass wir es derzeit machen wie ein Hartz-4-Empfänger: Wir bezahlen einfach unsere offenen Rechnungen nicht! Und lässt den Bürger die Zeche zahlen. Ähnlich wie bei der so verhassten EEG-Umlage, welche alle bestraft, außer die Energiesünder.

Der Ruf nach einem Konzept und einem roten Faden hinter den Entscheidungen einer Regierung wird also immer lauter. Brauchen wir also den Wandel, den sich so viele erhoffen?
Es wird auf jeden Fall schwierig. Egal Merkel oder Steinbrück, der Weg ist steinig. Und es liegt an einer immer kleiner werdenden Menge an Wahlbereiten, sich zu entscheiden. Für sie ist es jedoch wirklich die Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Und egal wen sie wählen: Am Ende wird es ein Hamburger sein. Denn Merkel, wie auch Steinbrück, wurden in der Hansestadt geboren.






by Wolfgang

Manchmal braucht es mehr, um köstlich zu sein!

Hi!

War ja eine schlaue Idee, auf dem Blog zu posten, dass es hier bald weitergeht! Schade für uns, dumm gelaufen ist! Für einige Fans des etwas abgefucktem Humor möchten wir ein herzliches ... ach egal. Who cares.

Statt uns bei einer kleinen Masse von Leuten zu entschuldigen, denen ein digitales Tagebuch wichtig ist, möchten wir jetzt einfach einmal nach vorne Blicken. Aber dabei nicht zu viel versprechen.
Wo führt er hin, unser Weg?
Nun, zwei von drei können hier sogar eine Antwort darauf geben! Und Navel ist eben Navel. Darüber dürfte niemand überrascht sein ;)

Aber ich werde mich jetzt diesem Blog annehmen, immer mal wieder über aktuelle Themen schreiben und ein bisschen Werbung machen für meine Projekte !
Themenschwerpunkte werden Spiele, Weltpolitik und Literatur werden. Also ... eine gute Mischung! 

bleibt gespannt! Oder werdet es ... wie gesagt: What ever!

kazu!

Köstlichen!


lang war es ziemlich still um uns. Heute ändere Ich diese Tatsache einmal. Erstmal muss ich klar stellen das wir 3 (Daniel, Sven und michse) den Blog eröffnet haben, um ein bisschen rum zu spinnen. Da wir nun aber alle mehr oder weniger in unsere Arbeit eingebunden sind, läuft nicht mehr viel im Blog. Es fehlt irgendwo auch einfach an zündenden Ideen um den Blog auszuarbeiten. 
 Das fängt im technischen Bereich an und hört beim Kreativen auf. Die Voraussetzung für den Inhalt war für uns immer klar: Hauptsache blöd. Nur einfach nur Quatsch schreiben ist für uns keine Alternative. Und bei einer Leserzahl unter 100 lohnt es sich für uns leider auch nicht sonderlich aktuelle Sachverhalte und Themen in einer satirischen Form wiederzugeben. Wir bräuchten mehr Leute mit denen man rumspinnen kann und neue Projekte verwirklichen kann. Diese stehen uns nicht zu Verfügung. Daher bleibt alles am Ende an Daniel und mir kleben. 
 Das Layout stinkt mir persönlich schon ziemlich, daher müsste man das auch wieder ändern. Und das war ne ziemliche Arbeit für ein Template ;). Daher arbeiten wir uns einfach Stück für Stück voran. Ich habe ein paar Ideen. Bis dahin erwartet aber bitte hier nichts neues mehr.
Ach und danke für die vielen Leute, die ein Shirt bei uns geholt haben. Hab selber auch ein paar :D
 kazu!